Montag, 25. April 2016

Reisevorbereitung - Kulinarische Einstimmung













Während Jack über den späten Winter staunt, bringe ich mich kulinarisch in Reisestimmung.

** Français en bas! **

Wenn ich auf Reisen bin, füttert mein Vater meine Katzen. Er wohnt so ca. 20 Minuten Fußweg von meiner Wohnung entfernt. Mit dem Auto braucht er 3 Minuten. Obwohl ich der Meinung bin, dass es reicht, wenn er einmal täglich nach den Viechern schaut, geht er einmal morgens zur Raubtierfütterung in meine Wohnung und am Abend kommt er wieder, schaut im Fernsehen das Hamburg Journal und füttert ein zweites Mal. Am Wochenende müssen die Jungs dann mit ihm Sportschau gucken. Mein Vater fragt sich, warum Leopold, mein älterer Kater, noch immer einen Funken Misstrauen hegt, doch ich glaube das liegt daran, dass Papa beim Fußball immer so impulsiv vom Sofa hochfährt und seinem Unmut lautstark auf Plattdeutsch Ausdruck verleiht. Das kann schon furchteinflößend wirken. Jack dagegen findet Action super und ist ein großer Fußball-(Papa-)Fan.

Naja, jedenfalls bin ich dankbar, dass ich so eine tolle Familie habe, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Und deshalb lade ich sie heute zum Essen ein. Während das Wetter mir meine Vorfreude auf den kommenden Roadtrip etwas vermiest, stimme ich mich mit französischer Landhausküche auf den Urlaub ein. Typischerweise koche ich für Gäste in Hamburg oft Französisch, während in Frankreich gern auch Scholle mit Speckstippe und Spätzle genommen werden. Man will eben immer genau Das Andere.

Heute gibt es Lachs-Quiche, Coq au Vin und Blätterteigtaschen mit Rhabarber.

Vorspeise und Dessert mache ich frei nach Schnauze. Für das Huhn habe ich mich an dem Rezept von Aurélie orientiert.

Lecker!!
***

Quand je voyage, mon père s'occupe avec mes chats. Il n'habite pas loin de moi, environ 20 minutes à pied et 3 minutes avec la voiture. Malgré je pense que ça suffit de venir une fois par jour, mon père vient le matin pour nourrir les prédateurs et le soir il revient pour regarder le journal dans la télé et nourrir une deuxième fois. Le weekend les garçons sont obligés de regarder le football avec lui. Mon père se demande toujours pourquoi le vieux chat Leopold se méfie toujours un peu de lui, mais je crois que ça fait vraiment peur quand mon père se lève brusquement du canapé pour commenter le match très bruyant en bas-allemand. Jack par contre, il adore le foot - et mon père.

De toute façon je suis gracieuse que j'ai une famille qui m'aide toujours est c'est pour ça je les invite aujourd’hui pour un menu. Le temps catastrophique baisse ma motivation pour le Roadtrip envisagé, mais la cuisine me fait l'envie pour les vacances. Comme souvent je prépare un repas français pour les invités en Allemagne. Et en France par contre je présente une Scholle in Speckstippe et des Spätzle.

Aujourd'hui on mange Quiche au Saumon, Coq au Vin et Rhubarbe en Pâte feuilletée.

Entrée et Dessert sont mes créations. La recette du Coq est celle-là d’Aurélie.

Délicieux!

Für die Lachsquiche 4 Eier schaumig schlagen. 2 Becher Crème Fraiche und 200 Gramm geriebenen Käse (je nach Geschmack: Gouda ist dezenter, Emmentaler etwas kräftiger, Ziegengouda würziger...) dazu geben und alles gut verquirlen. 200 Gramm Räucherlachs klein würfeln und hinzu geben. Mit einem Spritzer Zitrone, Zitronenabrieb, Salz Pfeffer und frischem gehackten Dill abschmecken.

Eine Quiche- oder Springform vollständig mit Teig belegen, dabei darauf achten, dass der Übergang von Boden zum Rand schön geschlossen ist (Ich nehme gern den fertigen Teig aus dem Kühlregal. Das Rezept für einen schönen Boden findet Ihr hier.) Die Füllung in die Form geben und bei ca 150°C im Ofen backen bis die Quiche goldgelb ist. Ich lasse die Form anschließend noch im Ofen abkühlen. Die Quiche schmeckt am besten in Zimmerthemperatur oder lauwarm. 

Für meine Lieben habe ich herzförmige Muffinförmchen gefüllt und die Vorspeise mit Roter Beete, Kresse und Forellenkaviar serviert.

Ich habe das Huhn in Rotwein nach dem Rezept von Aurélie gekocht. Allerdings habe ich anstelle eines Schmortopfes meinen geliebten Römertopf verwendet.

Für das Dessert habe ich aus Rhabarber und Äpfeln ein Kompott geköchelt, und dieses mit Vanille, Zucker, Zitronenabrieb und einem Fläschchen Weinbrand aus meiner Backkiste abgeschmeckt. Anschließend habe ich Blätterteig-Rechtecke mit dem abgekühlten Kompott und einer Creme aus Quark, Vanille und Zitronenabrieb gefüllt und bei 200°C im Ofen goldgelb gebacken. Die Dinger sind ganz schön groß geworden, aber das kommt davon, wenn man ohne Rezept arbeitet. Zudem hätte ich mehr Kompott hinein tun müssen, denn so ging der Rhabarber etwas im Drumherum verloren. Die Schlagsahne habe ich mit Puderzucker steif geschlagen und den Rest Vanillemark sowie etwas Orangenabrieb hinzu gegeben.

So kann man doch einen kalten Tag zu einem gemütlichen Sonntag werden lassen. Nun freue ich mich aber auf einen schönen Französischen Frühling!!

Kommentare:

  1. Wes man ne bang, Deern, dat Wedder treckt sick al t'recht! :)

    Ich bekomme - auf der Stelle - Hunger! Und wie! Auch wenn es jetzt halb ein in der Nacht ist! Coq au Vin habe ich Ostern vor fünf Jahren zuletzt gemacht. Das habe ich immer geliebt. Ooh, ich kann kaum noch schreiben, so läuft mir das Wasser im Mund zusammen...

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    1. Man denkt immer, die französische Küche sei so extraordinaire, aber wie überall auf der Welt kochen die auch nur mit Wasser... Und Wein ;-) Ich lege beim Kochen nur auf zwei Dinge Wert: Auf gute Produkte und einen liebevollen Umgang mit ihnen. Und auf ein schönes Zusammensein mit Familie und Freunden...
      Außerhalb der guten Restaurants kenne ich nicht viele gute Köche in der Normandie. Aber was die Wikinger können, ist aus einem einfachen Essen, einen langen, sehr gemütlichen Abend machen. Aus den Resten im Kühlschrank für spontane Gäste ein Menu zaubern.
      Das gefällt mir... :-)

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  2. Antworten
    1. Wenn Ihr mal in den Norden kommt, dann dürft Ihr bei mir essen.
      Oh welch' nette Vorstellung, alle Blog-Bikeusen sitzen schnatternd um den Tisch herum und erzählen von ihren Abenteuern. Nur Pieps geht mir in der Küche auf die Nerven und fragt nach Körsch-Eis zum Entrecôte.......

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  3. Das sieht aber mal richtig gut aus :)

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  4. Toll so ein Katzen-Sitter, den muss man auch entsprechend kulinarisch verwöhnen. Sieht verdammt lecker aus!

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    1. Ohne diesen Katzen-Sitter könnte ich gar nicht reisen. :-) <3

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